
"Andreas Kränzke"
Usenet Poster
andreasinberlin@yahoo.de
Posted on:
Sep 15, 2007, 11:06 AM
Post #14 of 14
(76 views)
Shortcut
|
>>> "Hallo Thomas! Diesen Quatsch ueber wie auch immer ausgekluegelte Luftstroeme musste ich mir auch von mehreren "Experten" anhoeren. Offensichtlich hat keiner von denen jemals in einen Rechner hineingeschaut. Besonders stroemungsguenstig machen sich da diverse dicke Kabelbaeume. Insbesondere die HD-Flachbandkabel beguenstigen mit Sicherheit den Luftstrom. Oder evtl. Zusatzkarten (Sound, Video, etc.) verbessern diesen mit Bestimmtheit auch " Hallo! Man muß das differenzierter sehen. Wenn man es richtig angeht, ist das mitnichten Quatsch. Es geht ja gerade darum, eventuell vorhandene Flachbandkabel so zu verlegen, daß sie den Luftstrom eben nicht behindern. Bei mir verlaufen viele Kabel zum Beispiel unter dem Mainboard entlang (wenn auch eher aus optischen Gründen, da ich ja mit Wasser kühle). Die Zusatzkarten behindern den Luftstrom auch nicht, da er durch gegenläufig drehende Gehäuselüfter idealerweise von vorn unten nach hinten oben geleitet wird. Ziel ist dabei, daß nacheinander Festplatten, Chipsatz und CPU-Luftkühler umströmt werden, und die erwärmte Luft hinten wieder herausgeblasen wird. Weitere Luftströme lassen sich beispielsweise von der Seite in Richtung der Grafikkarte leiten, welche die Luft dann ebenfalls nach hinten herausbläst (aktuelle Grafikkarten haben ja einen derartigen Luftkanal, und verwirbeln die Luft nicht ausschließlich). Alles in allem geht es also nicht darum, einen zusammengeschusterten PC als "strömungsoptimiert" darzustellen, sondern die Vertreter dieser Zunft investieren extrem viel Zeit und Geduld mit dem Aufbau - z.B. um auch ohne Wasser- oder Kompressorkühlung einigermaßen gute Leistungen aus dem Computer herauszukitzeln. >>> "Der CPU-Luefter blaest bei mir von rechts nach links, der der >>> Grafikkarte saugt die Luft von unten an un blaest diese an die Gehaeuserueckwand (glaube kaum, dass duech die paar Loechlein da hinten viel hinauskommt) und die Netzteilluefter versuchen krampfhaft das ganze Chaos nach draussen zu saugen, waehrend die Festplatten vorne vor sich hin braten. Und dann die sehr oekonomisch angeordneten Lueftungsoeffnungen seitlich am Gehaeuse, auf der rechten Seite hinter dem Motherboard (das bringt's!) und auf der linken Seite auch ein paar Loechlein." Hat denn bei Dir irgendjemand behauptet, daß bei Deinem PC irgendetwas "luftstromoptimiert" ist? Sowohl das Gehäuse als auch das gesamte Kühlmanagement klingen nach absoluten Billigkomponenten. Für mich klingt das in etwa so: "Soll mir doch keiner mit Autos wie Ferrari kommen, von wegen, die fahren so irre schnell. Totale Vera*sche das ganze. Ich habe es ausprobiert, mit meinem Trabant. Mehr als 100km/h kann man gar nicht fahren. Die 594cm³ Hubraum eines Motors können so viel Kraft gar nicht erzeugen, daß man schneller fahren könnte" Mit etwas Augenzwinkern muß ich Deinen Anfangssatz ändern insofern, daß Du der "Experte" bist, der offensichtlich noch nie in einen Rechner hineingeschaut hat, bei dem der Erbauer auf perfekte Kühlung Wert gelegt hat. >>> "Es mag ja Rechner geben, die mit viel Muehe und genau abgestimmten Komponenten auch in Hinsicht auf eine optimale Warmluftentsorgung konzipiert sind. Die duerfte man aber wohl an einer Hand abzaehlen koennen. Ich schatze mal, dass weit ueber 95% aller "Kisten" einfach nur "zusammengeknallt" worden sind egal wie da die Luft stroemt." Genau so ist es. Alle Rechner von der Stange, bis auf ein paar Spezial-High-End-Geräte sind zusammengeschustert, die Gehäuse sind Billigschrott genau wie Du sie oben beschrieben hast, ATX-Kabel verlaufen direkt über oder neben dem röhrenden CPU-Lüfter und evtl. noch vorhandene Flachbandkabel hängen wie ein Segel im sowieso nicht vorhandenen Luftstrom. Sollten im Ausnahmefall Gehäuselüfter verbaut sein, sind das meist kreischende Modelle vor kleinen Löchlein, um die Geräuschkulisse abermals zu erhöhen, die ohnehin nur eine Alibifunktion haben, da der Rest des PC-Innern nicht entsprechend aufgebaut ist. Bei den Eigenbauten kehrt sich das Verhältnis eher um - aber im Vergleich wird natürlich mehr Schrott von der Stange verkauft, daher wirst Du mit Deinen 95% gar nicht so falsch liegen. >>> "Hat sich einmal jemand gefragt wie so ein Superluefter die Luft ueberhaupt durch die meist mikroskopisch kleinen Luftloecher bewegen soll?! Wie Du schon schriebst, zur Sicherheit noch ein, zwei Luefter mehr, viel hilft viel; denkste! Ein von mir zusaetzlich eingebauter Luefter hat nicht einmal 1 Grad weniger Temperatur gebracht (...)" Siehe oben... Du hast einfach einen Lüfter ans Gehäuse geknallt, ohne Sinn und Verstand. Dann bringt er natürlich wirklich nicht viel. Wahrscheinlich hat dieser durch irgendwelche Öffnungen in seiner Nähe Luft eingezogen, und die frische Luft gleich wieder herausgeblasen, ohne daß diese irgendwelche warmen Teile umströmt hat. >>> "Bei mir bleibt die Kiste jedenfalls offen. Eine 15 Grad niedriegere Temperatur als vorher ist fuer mich ein unschlagbares Argument." Sehe ich auch so. Bei so einem Gehäuse, wie Du es oben beschrieben hast, wundert es mich, daß die Temperaturdifferenz noch noch höher ist. Allerdings wird der PC jetzt auch lauter sein. Und: Nicht falsch verstehen - ich bin keiner dieser Luftstrom-Jünger. Ich bin eher für Wasserkühlung sämtlicher Komponenten, das ist effektiver und leiser. Ich habe auch schon mal ein Netzteil wassergekühlt... Bei den heutigen Netzteilen ist mir das aber zu gefährlich und zu aufwendig. Insofern habe ich auch noch ein wenig LuKü im System (auch wegen der Kühlkörper auf Chipsatz und Spannungswandlern, die schon werksseitig auf dem Mainboard (Asus Commando) verbaut wurden), und mußte mir Gedanken um aktive Gehäuseentlüftung machen. Denn das Plexiglas leitet die Wärme auch schlechter nach außen als ein Stahlgehäuse. Gruß Andreas
|